Potentielle natürliche Vegetation

Um den floristischen Charakter einer Landschaft zu beschreibe wird vielfach die potentielle natürliche Vegetation herangezogen, d.h. die Pflanzenassoziation, die sich ohne menschliches Einwirken, auf Grund von klimatischen, geo- und pedologischen Faktoren, im Laufe der Zeit entwickeln würde.

Die potentielle natürliche Vegetation würde um Urfersheim von einem typischen Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald (Calio-Carpinetum) gebildet, der auf mehr oder weniger nährstoffreichen, tiefgründigen, frischen und warmen Böden in ebener oder flach geneigter Lage im westlichen Mittelfranken zu finden ist. Somit wären die bodenständigsten Baumarten:

  • Carpinus betulus (Hainbuche)
  • Quercus robur (Stiel-Eiche)
  • Quercus petraea (Trauben-Eiche)
  • Prunus avium (Vogelkirsche)
  • Acer campestre (Feldahorn)

Auf Grund starker anthropogener Faktoren entspricht die anzutreffende Vegetation einem frühen Sukzessionsstadium dieser Entwicklung. Potentiell würde dies durch ein artenarmes Schlehengebüsch (Punus spinosa – Prunetalia-Gesellschaft) mit folgenden Hauptvertretern

  • Ligustrum vulgare (Gemeiner Liguster)
  • Rosa rubiginosa (Wein-Rose)
  • Cornus sanguinea (Roter Hartriegel)
  • Prunus spinosa (Schlehe)
  • Rosa canina (Hundsrose)
  • Crataegus laevigata (Zweigriffliger Weißdorn)
  • Prunus avium (Vogelkirsche)
  • Sambucus nigra (Schwarzer Holunder)

charakterisiert. Dominant findet man in den Hecken um Urfersheim folgenden Artengrundstock:

  • Fraxinus excelsior (Gemeine Esche)
  • Prunus domestica (Pflaume)
  • Crataegus monogyna (Eingriffliger Weißdorn)
  • Ligustrum vulgare (Gemeiner Liguster)
  • Sambucus nigra (Schwarzer Holunder)
  • Euonymus europaeus (Gewöhnliches Pfaffenhütchen)
  • Prunus spinosa (Schlehe)
  • Rosa canina (Hundsrose)

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