Hubschrauber

Das Problem mit den Hubschraubern ist sehr stark polarisiert; von „Amis raus“ auf der einen Seite und von vollkommener Ignoranz auf der anderen Seite. Leider ist gerade Letzteres von unserer kommunalpolitischen Vertretung besetzt – in Teilen hat es hier den Anschein, dass eher Pressesprecher der amerikanischne Streitkräfte vor uns stehen, als Vertreter unserer Bürgerinteressen.Gibt es hier nicht einen vernünftigen Weg dazwischen?

Wäre es nicht an der Zeit einen konstruktiv kritischen Umgang mit dem Verhalten der hier stationierten Amerikaner zu pflegen. Einerseits ist es angesichts der Globalisierung und der Völkerverständigung wunderbar, dass wir und unsere Kinder mit unseren amerikanischen Freunden in einem friedlichen Miteinander leben und vor allem unsere Kinder bereits im gemeinsamen Kindergarten mit amerikanischen Kindern kommunizieren können – ihre Sprache und ihre Kultur kennen lernen können. Andererseits ist das Verhalten der stationierten Truppen und die damit einhergehenden Rahmenbedingungen äußerst fragwürdig.

Neben sog. „Wartungsflügen“, welche keinen offiziellen und genehmigten Flugrouten folgen müssen und leider immer im direkten Kehrtschwenk in geringer Flughöhe über Urfersheim erfolgen, ist dies die Lage der Tankstation und der Start- und Landeübungen.  Letztere ist nur etwa hundert Meter von der Ortsgrenze entfernt.

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Wartungsflüge im Minutentakt – unmittelbar neben der Kirche (Dorfmitte) aufgenommen … direkt darüber … (bei allen hier dargestellten Bildern handelt es sich nicht um Ausschnitte, sondern um das jeweilige Originalbild)

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gleicher Standpunkt … mal am Kirchturm vorbei …

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gleicher Standpunkt … nur im Süden …

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jetzt wieder im Norden … aber immer im Minutentakt – und das bis 2:00 Uhr morgens. 

 

Eine Viertelstunde reichte diese Bilder zu machen – und an diesem Abend war der Flugbetrieb noch sehr harmlos und zurückhaltend (hätte gern mehr Zeit um dies zu dokumentieren).  Sicherlich werden solche Bilder vor Ort nie von Landes- oder Bundestagsabgeordneten gesehen werden – vor allem nicht im Kontext einer Petition vor Ort. Diese Bilder (und vor allem die unerträgliche Lärmbelastung) sehen und hören unsere Kommunalpolitiker jeden Tag.

Um hier die Folgen etwas zu verdeutlichen, sei die landläufige Meinung, dass die Apaches herkömmliche Kraftstoffe tanken, etwas korrigieren. Die US Army setzt den Universaltreibstoff JP-8 ein. Dieser unterscheidet sich nur allein durch seine Additive von herkömmlichem Kerosin. Aber genau die Additive machen den kleinen Unterschied. Obgleich diese der militärischen Geheimhaltung unterliegen, sind sich Experten, wie u.v.a. der renommierte Toxikologie Professor Dr. Otmar Wassermann, einig, dass eines der vielen Additive das hochtoxische 1,2-Dibromethan (EDB) ist. Wie selbst ein Insider bestätigt:

Ich habe noch nie einen Stoff gesehen, der so gründlich die Abwehrkraft der Tiere vernichtet.

sagt Mark Witten, ein Toxikologe, der für die US-Air- Force arbeitet und über die Auswirkungen des Flugtreibstoffs JP 8 bei Mäusen geforscht hat, in einem Artikel in der renommierten Zeitschrift „New Scientist“. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ist JP-8 extrem krebserregend und höchst allergieauslösend – bis hin zur MCS (Multiple Chemikalien-Sensitivität). Aber dessen nicht genug, Leukämie-Experte Peter Domer von der Universität Chicago (zitiert in „New Scientist“) attestiert:

Kohlenwasserstoffe in JP 8 sowie Naphtalin oder Benzole sind im Stande, genetische Schäden anzurichten, wie zum Beispiel das Verursachen frühkindlicher Leukämie.

Wer hier immer noch Zweifel hat, kann den Beitrag im „New Scientist“ hier nachlesen. Das PDF kann hier eingesehen werden. Eine weitere Studie ist hier zu finden bzw. kann hier als PDF geöffnet werden.

Mutet es nicht erschreckend an, dass sich diese Prognosen hier in Urfersheim und Umgebung bestätigen!

Sicherlich wird sich im weltpolitischen Geschehen niemand an Urfersheim orientieren. Gleichwohl wird die Kommunalpolitik sicherlich auch nicht im weltpolitischen Kontext mitspielen. Daher ein Appell an die Kommunalpolitik, sich um Ihre Bürger zu kümmern und dem vom Grundgesetz garantierten Recht auf körperliche Unversehrtheit mehr Gewicht in der kommunalpolitischen Vertretung zu geben!

13 Kommentare

  1. Reiner Schmidt's Gravatar Reiner Schmidt
    3. März 2014    

    Montag, 03.03.2014, nach 22:00 Uhr.
    Eben nach Hause gekommen und beim Weg von der Garage ins Haus kam mir die Idee den Lärmpegel zu erfassen (war vergleichsweise eher harmlos) – satte 76 dB an unserer Haustür! Gott sei Dank ist unser Haus nicht am Ortsrand neben der Kaserne, sondern von Häusern ringsum geschützt (geübt wurde das Betanken in Höhe von etwa 5 Metern – hier schirmen umgebende Häuser immens ab!). Möchte nicht wissen wie die Werte am Rand unseres Ortes ausfallen.
    Wenn ich mir die Lärmimmissionsrichtwerte/-grenzwerte ansehe:
    1. Bei reinen Wohngebieten (WR), Wochenendhausgebieten, Ferienhausgebieten
    tags 50 dB
    nachts 40 dB bzw. 35 dB
    2. Bei allgemeinen Wohngebieten (WA), Kleinsiedlungsgebieten (WS) und Campingplatzgebieten
    tags 55 dB
    nachts 45 bzw. 40 dB
    3. Bei Friedhöfen, Kleingartenanlagen und Parkanlagen
    tags und nachts 55 dB
    4. Bei besonderen Wohngebieten (WB)
    tags 60 dB
    nachts 45 bzw. 40 dB
    5. Bei Dorfgebieten (MD) und Mischgebieten (MI)
    tags 60 dB
    nachts 50 dB bzw. 45 dB
    6. Bei Kerngebieten (MK) und Gewerbegebieten (GE)
    tags 65 dB
    nachts 55 dB bzw. 50 dB
    7. Bei sonstigen Sondergebieten, soweit sie schutzbedürftig sind, je nach Nutzungsart
    tags 45 dB bis 65 dB
    nachts 35 dB bis 65 dB

    sind wir hier selbst im „Zentrum“ und von schützenden Häusern umgeben weit über allen hier genannten Werten. Andere Kommunen haben aus diesem Grund eine Lärmschutzkommission!

  2. Martin's Gravatar Martin
    27. März 2014    

    Hallo Reiner,
    vielen Dank für die website. Ich würde mir auch wünschen, dass diesem Thema mehr Aufmerksamkeit geschenkt würde. Wie kann man denn da die Öffentlichkeit sensibilisieren?

  3. Martin's Gravatar Martin
    4. August 2014    

    Montag, 04.08.14, 19:30 Uhr. Ein Hubschrauber der amerikanischen Streitkräfte kreist in einer großen Runde um und direkt über Urfersheim. Zugegeben in größerer Höhe als die üblichen Runden, könnten ca 150 Meter sein. Damit wäre das ganze auch innerhalb der „Regeln“. Ich frage mich nur warum man als Freund und Nachbar immer genau an die Grenzen und oft genug auch darüber hinaus gehen muss.
    Es ist nun wirklich an der Zeit, angesichts der düsteren Zukunftsaussichten für Urfersheim, dass die Verantwortlichen in der Kommunalpolitik zumindest die Flugkorridore und Flugzeiten innerhalb der Gemeinde mit den Amerikanern verhandeln.
    Warum dieser Flug um diese Uhrzeit? Es muss doch möglich sein hier kritisch nachzufragen!? Es geht ja bei weitem nicht nur um den Lärm sondern auch um den hochgiftigen Treibstoff der tonnenweise über unseren Fluren, Gärten u d Häusern verbrannt wird.

  4. Heuel-Hoppe's Gravatar Heuel-Hoppe
    26. Februar 2015    

    Ich danke Ihnen für die Offenlegung dieser Missstände. Jedoch verstehe ich nicht die Gleichgültigkeit und Ignoranz der betroffenen Bevölkerung. Seit 15 Jahren wohne ich in der Nähe eines Außenlandeplatzes und muss seit ca. 8 Jahren mit diesem Lärmterror leben, zeitweise bis zu 6 Stunden täglich, ohne jegliche Rücksicht auf unsere Gesundheit, meistens über 90dB laut! Und das in einem Naturpark und Naherholungsgebiet! Ach ja, Bad Windsheim trägt auch noch den Titel Kurstadt! Es ist ein Armutszeugnis der Politiker, dieses Szenario zuzulassen und Betrug an den Urlaubs- und Kurgästen, denen Ruhe und Erholung versprochen wird!

  5. 25. März 2015    

    Hallo Zusammen,

    die Ignoranz und Gleichgültigkeit der Bevölkerung von der mein Vorredner schreibt, trifft nicht alle ortsansässigen Bürger, aber leider einen großen Teil. Für mich als Urfersheimer ist es absolut unverständlich, dass man leider keine offene Kritik an unsere sogenannten „amerikanischen Freunde“ richten darf, ohne gleich als antiamerikanisch abgestempelt zu werden. Was leider auch teilweise von unseren Gemeindevertretern gefördert wird. Schon des öfteren habe ich versucht auf offiziellem Weg bei verschiedenen Anlaufstellen( Kaserne, Gemeinde, Bürgermeister, Luftfahrtbundesamt) um die Einhaltung der Flugrouten zu bitten, aber leider ohne Erfolg. Die momentane Ignoranz der Amerikaner ist meiner Meinung nach nicht zu übertreffen. Um eines ganz klar zu stellen, mir geht es nicht um ein Flugverbot oder gar Abzug unserer „amerikanischen Freunde“ sondern darum, dass sie die offiziellen Flugrouten einhalten. Ich wohne am Ortsrand und konnte die letzten Tage sehr oft hören und auch sehen wie die Flugrouten der Hubschrauber, in geringer Höhe, direkt über mein Haus führten. Wie man in solch einer Situation abends seinen wohlverdienten Schlaf finden soll, ohne Angst vor gesundheitlichen Schäden durch Lärm und krebserregende Abgase zu haben, ist mir rätselhaft. Hinter vorgehaltener Hand wird in der Gemeinde mittlerweile darüber spekuliert, ob die Anzahl der Krebsfälle nicht im Zusammenhang mit den Hubschrauberflügen stehen.
    Da sich an dieser Situation vermutlich in naher Zukunft nichts ändern wird, ist die Lebensqualität unserer eigentlich schönen, ländlichen Idylle leider sehr eingeschränkt und negativ geprägt!

  6. 2. April 2015    

    Hallo!

    Man muss leider sagen, dass es in den letzten Jahren mehr und mehr eine Zumutung ist, in Urfersheim zu wohnen und zu leben. Es finden an bis zu 4 Tagen in der Woche von 17 – 24 Uhr Rundflüge mit bis zu 3 Hubschraubern gleichzeitig statt. Abgesehen von den 75 – 80 Dezibel permamenten Lärm in diesem Zeitraum werden auch Unmengen giftiger Treibstoff über unseren Köpfen und Fluren verbrannt. Wenn ich nur mal zurückhaltend überschlage sind das rund 18 000 Liter in der Woche (2 Hubschrauber, 3 Stunden an 3 Tagen in der Woche = 18 Stunden bei ca 1000 Liter Verbrauch je Stunde)! Angenommen es wird an 25 Wochen im Jahr geflogen, dann werden 450 000 Liter giftiger JP-8-Treibstoff im Jahr in unmittelbarer Nähe rund um/über Urfersheim verbrannt. Dabei werden Wohngebäude ständig überflogen, wobei auch die vorgeschriebenen 150 Meter viel zu gering wären, würden sie auch eingehalten.
    Man fragt sich, was uns noch alles zugemutet werden soll. In der Kommunalpolitik gibt es kaum Hilfe und selbst wenn sie wollten, wird sich wohl kaum etwas ändern. Schade für Urfersheim, düstere Aussichten…

  7. 19. Mai 2015    

    Wenn ich das Mitteilungsblatt Mai 2015 für unsere Gemeinde bezüglich des Truppenabzugs lese, bin ich mir nicht sicher, ob der Inhalt zum Gemeindefrieden beiträgt. Der Absatz, dass sich Mietswohnungsbesitzer bei den Hubschraubergegner bedanken können, wenn ihre Wohnung wegen des Truppenabzugs leer stehe ist gelinde gesagt doch sehr plump. Nach meinen Vorstellungen sollten eigentlich alle Bürger ernst genommen werden nicht nur die, die die Amerikaner vergöttern, sondern auch jene die Bedenken gegenüber unseren amerikanischen Freunden, bzw. deren Wildwestmanier bezüglich ihrer Flugrouten äußern. Als Bürgermeister sollte man eigentlich neutral reagieren und versuchen die Situation sachlich zu analysieren und zum Wohle der Gemeindebürger zu bereinigen, ohne noch Öl ins Feuer zu gießen. Egal für welche Meinung bzw. Ansicht. Das frühere oft gebrauchte Argument „Klappe halten, sonst gehen die amerikanischen Freunde“, greift ins Leere, wie man sieht. Schade, dass der Widerstand gegen die Wildwestmanier der Amerikaner bei uns und in den umliegenden Gemeinden nach wie vor nur ins Lächerliche gezogen wird und sich niemand die Mühe macht mit Kritik konstruktiv und auch im Sinne der Gemeindebürger umzugehen.
    Ebenso bedauernswert ist es, dass zu einer evtl. Standortschließung wenig mehr getan wird als zu jammern welche negativen Folgen dies hätte. Unbestritten gibt es diese negativen Aspekte und eine alternative Nutzung des Geländes kann nicht einfach aus dem Hut gezaubert werden. Aber gerade deshalb wäre es bedeutend sinnstiftender, statt negativer Seiten aufzuzeigen, sich endlich Gedanken darüber zu machen, wie der Standort positiv für Industrie, Freizeit oder ähnliches genutzt werden kann. Meiner Meinung nach sind die Verkehrsbedingungen nicht so ungünstig wie von unserem Bürgermeister dargestellt. Da z. B. Burgbernheim es auch geschafft hat in den letzten Jahren einiges an Industrie anzusiedeln oder Bad Windsheim mit dem Freilandmuseum und Therme auch Bürger von weiter her anzieht. Entfernung ist in der heutigen Zeit kein Thema mehr, wenn es für die Bürger interessant genug ist.
    Ich hoffe, dass sich jetzt der eine oder andere Gemeindebürger doch etwas mehr gegen die nicht hinzunehmenden Flugrouten der Hubschrauber wehrt, ohne dabei als amerikafeindlich abgestempelt zu werden. Eigentlich sollte der Gesundheit jedes einzelnen Gemeindebürgers größere Aufmerksamkeit geschenkt werden als dem „yes you can“ den Amerikanern gegenüber. Die bereits oben erwähnte Taktik des Stillhaltens und des Hofierens der Amerikaner scheint nicht aufgegangen zu sein oder wie ist der Truppenabzug jetzt zu erklären. Es wäre ja toll, wenn wirklich eine Bürgerinitiative, die nicht ernst genommen und lächerlich gemacht wird sich dies auf ihre Fahnen schreiben könnte, wie jetzt glaubhaft gemacht werden soll. Doch noch immer ist es das Militär selbst, das abhängig von Kosten oder politischer Strategie entscheidet wann, mit welcher Kapazität und wie lange ein Standort genutzt wird.

  8. 21. Mai 2015    

    Zitat unseres Bürgermeisters im Mitteilungsblatt der Gemeinde Illesheim vom 11.05.2015:

    „Wenn es nun zu leerstehenden Mietswohnungen in unserem Landkreis kommt, rate ich den Vermietern, sich an die Hubschraubergegner zu wenden, denn die haben ja schon vor längerer Zeit verlautbart, dass Sie sich dafür einsetzen werden, die Konversion voranzutreiben und die – falls es zu Schließungen kommen sollte – freiwerdenden Liegenschaften baldmöglichst wieder mit Leben zu füllen. Vielleicht haben die Aktivisten ja schon eine Liste von Wohnungssuchenden, die sie dann vermitteln können.“

    Wird hier allen Erstes geglaubt, dass die Fluglärmgegner den nötigen Gestaltungsspielraum und die nötigen Kontakte haben, um ggf. eine Konversion voranzutreiben? Vielmehr stellt sich die Situation doch so dar, dass man auf kommunalpolitischer Ebene klagt und so von der eigenen Passivität abzulenken versucht, statt an kreativen und zukunftsorientierten Lösungen zu arbeiten? Die Kommunalpolitik sollte hier nach positiven Beispielen suchen und nicht mit einer Fülle an Negativbeispielen im Mitteilungsblatt den Teufel an die Wand malen. So wäre ein Blick nach Baden-Württemberg durchaus angeraten. Die Kommunalpolitiker der Stadt Münsingen haben es geschafft, dass es der Stadt und der Region „Schwäbisch Sibirien“ – auch ohne Autobahnanschluss und trotz Auflösung des Truppenübungsplatzes im Jahr 2005 (und hier waren immerhin 126 zivile Beschäftigte und jährlich 20.000 Soldaten) – heute wirtschaftlich besser geht als zur Zeit des Militärs.
    Und apropos Autobahn; es gibt auch eine Datenautobahn. Angesichts der Informations- und Wissensgesellschaft in der wir uns seit Ende des 20. Jahrhunderts befinden, stellt auch dies eine Möglichkeit dar, Industrie in der Region anzusiedeln und Arbeitsplätze zu schaffen – zwischen den Militärstandorten Katterbach und Illesheim liegen doch erst vor Kurzem verlegte Glasfaserkabel, oder?
    Und ganz nebenbei, es geht hier nicht darum unsere amerikanischen Freunde aus Illesheim zu „vertreiben“, sondern um ein friedliches, rücksichtsvolles Miteinander und um ein Gleichgewicht der Kräfte. Die Wartungsflüge – jenseits der offiziellen Flugrouten – müssen nicht zwingend bis 2:00 Uhr morgens in geringer Flughöhe direkt über den Dächern unserer Häuser in Urfersheim erfolgen (hier klappern bisweilen die Ziegel). Hier könnte die Kommunalpolitik, sofern sie es wollte, durchaus Einfluss nehmen – ganz freundschaftlich, aber bestimmt! Dieser Einfluss wäre auch nötig gewesen bei der Verlagerung der Kaserneneinfahrt unmittelbar vor den Ortseingang Urfersheims und der Positionierung der Hubschraubertankstelle etwa 100 Meter vom Ortsrand von Urfersheim entfernt (hier werden – auch bis 2:00 Uhr morgens – Betankungsübungen durchgeführt – wer schon mal einen Hubschrauber in etwa 5 Meter Höhe in der Luft stehend gehört hat, weiß was das für einen extremen Lärm verursacht). Daher die Bitte, ohne Polemik in irgendeine Richtung und den Amerikanern gegenüber freundschaftlich, aber bestimmt (!), die Interessen der Bürger vertreten und schon im Vorfeld eventueller Umstrukturierungsmaßnahmen aktiv und kreativ nach Alternativen suchen! Die könnte es auch ohne Autobahnanschluss geben!

  9. 8. Juni 2015    

    Betrifft: Gemeindeblatt vom Mai 2015 der Gemeinde Illesheim

    Als ich das Gemeindeblatt vom Mai 2015 mit großem Interesse gelesen habe, wurde mir mit letzter Sicherheit klar, wie bescheiden es um die Zukunft der Gemeinde steht. Wenn man in sich der politischen Führung wirklich nur an dem Militärstandort klammert und noch nicht einmal andere Betrachtungswinkel der Gesamtsituation zulässt, hat Urfersheim und auch die anderen Dörfer der Gemeinde langfristig kaum eine Chance auf eine gesunde Entwicklung.
    Wenn gegen die Lärm- und Umweltbelastung weiterhin nichts unternommen wird, wie soll denn die Mittel- bis Langfristige Entwicklung z. B. für Urfersheim aussehen?
    Ist hier ein Zuzug von jungen Menschen zu erreichen?
    Wie viele Anwesen stehen in den nächsten 10 Jahren leer?
    Wie sieht es mit den Grundstücks- und Immobilienpreisen aus?

    Die Kaserne hemmt meiner Meinung nach all diese notwendigen Entwicklungen. Da hilft es nichts, wenn sämtliche Feldwege auf 3,50 m Breite hervorragend ausgebaut sind. Die Biogasbauern in den Nachbargemeinden freut das vielleicht bei der Durchfahrt. Für ein paar Fußballtore mit Ballfangzaun reicht das Geld dann natürlich nicht mehr.

    Sieht so generationenverträgliche, nachhaltige Politik aus?

    Wie in den anderen Kommentaren schon zu lesen ist, kann die Lokalpolitik den Standort nicht schließen lassen, genauso wenig kann sie ihn hier halten. Was sie aber zumindest versuchen muss, ist die Bürger vor Verfehlungen der US-Streitkräfte zu schützen. Es kann doch einfach nicht sein, dass man an seiner Haustüre Abends von 17 bis 23 Uhr 80 Dezibel Lärm ertragen muss oder dass manche Piloten immer wieder über die Häuser fliegen und den (viel zu geringen) Mindestabstand von 150 Meter nicht einhalten. Wie mir ein Hauptmann der Bundeswehr von der Fluglärmbeschwerdestelle in Köln/Wahn bestätigte, fliegen unsere Freunde und Nachbarn oftmals ohne ihren Transponder einzuschalten. Diese Flüge werden somit nicht dort registriert und tauchen somit in keiner Statistik auf und man kann auch die Überflüge nicht beweisen.

    Ist das als nachbarschaftliches Verhalten zu verstehen?

    Wenn in einigen Jahren der Standort vielleicht doch schließt, und der Rückbau und die Entsorgung der Altlasten in Boden und Grundwasser öffentlich wird, werden viele sagen „das hat sich doch jeder denken können“.
    Nur warum die politisch Verantwortlichen nichts gegen die Belastung unserer Umwelt und der Bürger unternehmen ist und bleibt mir ein Rätsel!

  10. 15. Juni 2015    

    Ein Bürgermeister der so etwas schreibt, sollte sofort wegen Verrat an der eigenen Bevölkerung zurücktreten! Wieso steht dieser Mann auf der Seite der US-Army und nicht auf Seiten der Bürger, gibt zu denken. Weiterhin wird es nicht so schlimm sein an zivile Menschen für weniger Geld zu vermieten. Hat dieser Bürgermeister auch Wohnungen an die US-Army vermietet. Viele Politiker in unserer Region vor allem die meisten von der CSU, lügen oft wenn es um das Thema US-Army geht. Fest steht, egal wo die US-Army war, sind hinterher die meisten Liegenschaften(DDT) u. Grundstücke(PFC u. a.) vergiftet. Die US-Army ist dann irgendwann weg – das Gift bleibt aber leider da! Deshalb Kriegsübungen für Ölkriege bitte in Zukunft lieber daheim abhalten.
    Das ist nicht mehr die US-Army die Deutschland befreit hat, diese US-Army ist Handlanger multinationaler Konzerne. Und Kriegstreiber in EUROPA.

  11. 21. Juni 2015    

    Sonntagmittag, 21.06.2015, 11:40 Uhr – und wieder kreist ein Hubschrauber über dem Dorf und wie die Lärmkulisse vermuten lässt, wird auch am Sonntag das Heißbetanken geübt! Wollte eigentlich auf der Terrasse sitzen, aber bei dem Lärm macht das keinen Sinn. Bereits gestern (Samstag) war intensiver Flugbetrieb. Es scheint, dass der Flugbetrieb hier in Urfersheim auf 7 Tage die Woche ausgedehnt wird. Ist ja auch nicht verwunderlich; die Ansbacher Kommunalpolitiker beschweren sich erfolgreich über den dortigen Fluglärm, bei uns in Illesheim beschweren sich die Kommunalpolitiker über die Fluglärmgegner (s. u.v.a Mitteilungsblatt der Gemeinde vom 11.05.2015 – irgendwie erbärmlich). Eine Steilvorlage für regen Flugbetrieb! Ich habe großes Verständnis für die Interessen von Immobilienbesitzern, ihre Wohnungen vermieten zu können. Gleichwohl fehlt mir jegliches Verständnis, dass dieses Interesse seitens der Kommunalpolitik allem übergeordnet wird und nicht an das Gemeinwohl gedacht wird. Über den Begriff Bürgervertretung sollte mal nachgedacht werden – mir fallen hier im Kontext unserer kommunalpolitischen Vertreter ganz andere Begrifflichkeiten ein.

  12. 7. März 2017    

    Nun dröhnt es vielfach schlimmer als bisher. Nicht nur mehr Lärm, sondern vor allem die Gesundheitsschädigung müssen wir ertragen. In der FLZ und NN steht es schwarz auf weiß: ein Chinook verbraucht pro Flugstunde 4875 Liter JP8!!! Natürlich ohne Katalysator. Hierzu bitte den Eingangstext dieser Seite beachten! Das müsste nun auch dem Bürgermeister von Illesheim bekannt sein. So handelt er in meinen Augen grob fahrlässig gegenüber seiner Gemeinde. Anstatt die Gesundheit der Anwohner zu schützen geschieht das Gegenteil. Auch Nichtstun wäre in diesem Fall inakzeptabel. Das Argument des Wirtschaftsfaktors ist minimal und nicht mehr zutreffend. Täusche ich mich, oder ist dieser Landkreis nicht auch Gesundheitsregion Plus?
    Wehrt euch doch endlich gegen diese unhaltbaren Zustände! Schließt euch der Gruppe in Bad Windsheim an, deren Leserbrief am 4.3.2017 erschien. Nur solidarisch kann man etwas erreichen!

  13. 19. Mai 2017    

    Hallo und guten Abend,
    ich verfolge die Aktion Et`s langst und unerhört-bw.de schon lange und ich finde es richtig sich gegen Fluglärm und gegen die Beimischung dieser Additive zu dem Kerosin zu wehren.
    Vor allem regt es mich auf wenn ich Abends auf dem Balkon sitze und durch den Fluglärm gestört werde und
    auch zu meinem erstaunen feststelle wie nah diese Kriegsmaschinen über Bad-Windsheim hin weg brettern.
    Der Balkon ist in Richtung Ickelheim die Straße ist der Galgenbuckweg 2

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