Breitbandversorgung

Seit mehr als 10 Jahren unterrichte ich – neben meiner Funktion als CIO und Rechenzentrumsleiter – an der Hochschule Ansbach angehende Wirtschaftsinformatiker (Diplom-Ingenieure bzw. Bachelor) in den höheren Semestern in Netzwerk-Technologien mit einem Schwerpunkt auf Breitband- und Glasfasertechnologien. Seit etwa drei Jahren tue ich dies auch für die Bayerische Verwaltungsschule – Teilnehmer sind hier u.v.a auch „Breitband-Paten“ von Kommunen.

glasfaserAls Verantwortlicher für die Hochschule Ansbach und Mitglied im DFN-Verein konnte ich vor etwa drei Jahren durch eine zusätzliche Glasfaser die Bandbreite verdoppeln (hierfür musste für uns kostenneutral halb Ansbach aufgegraben werden). Zur Zeit plane ich die Breitbandanbindung unserer neuen Außenstelle in Weißenburg. Leider wurde dem Ansinnen der Hochschule, in Bad Windsheim eine Außenstelle zu errichten, eine Abfuhr erteilt – dies wäre eine kleine Chance gewesen Breitband in unsere Region zu bringen. Ich denke, dass hier auf politischer Ebene wesentlich größere Möglichkeiten bestehen, wenn man will.
Aber jenseits von Industrieansiedlung zahlen auch noch unsere Bürger drauf – wir kommen nicht in den Genuss der schnellen DSL-Anschlüsse und zahlen für die langsamen Anschlüsse auch noch 4,99 € im Monat mehr:

DSL

 

Damit ist „der Zug aber nicht abgefahren“ es gibt viele Möglichkeiten hier eine Infrastruktur aufzubauen und damit eine Voraussetzung für Ansiedlung von Betrieben aus der IT-Branche zu schaffen. Beispielsweise wären Call-Center-Betreiber froh, nicht die teuren Mieten in den Ballungszentren zu zahlen (sondern bspw. günstige Mieten für alte Schulhäuser). Wir könnten froh sein, wenn dadurch Arbeitsplätze in die Region gebracht werden würden (andere Industrie-Bereiche anzusiedeln ist aufgrund der fehlenden Infrastruktur nicht bzw. nur sehr schwer möglich). Breitband würde aber noch andere Potentiale schaffen – z.B. die Voraussetzung für Telearbeit. Viele Pendler könnten sich so den weiten Weg zur Arbeit zumindest für einen Teil sparen.
Alles aber auch nur, wenn es nur unsere kommunalpolitische Vertretung stärker transportieren und forcieren würde! Leider sind hier Hubschrauber wichtiger, als zukunftssicherere Ausrichtungen (ist ja auch bequemer und das Essen ist ja auch nicht ohne).

Auch leerstehende Militäranlagen könnten – falls es einmal nötig werden sollte – so für IT-Betriebe genutzt werden. Nur Bandbreite benötigt man dann schon.

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